BR 612 - Regioswinger

Als Nachfolger für die pannenbehafteten "Pannolino" der Baureihe 611 beschaffte die Bahn die Triebzüge der BR 612, die ebenfalls von Adtranz bzw. nach deren Übernahme von Bombardier geliefert wurden.

Entwicklung

Technisch gesehen sind die Baureihen 611 und 612 nah verwand. Der 612 besitzt aber einen anderen Wagenkasten mit neuer Frontpartie aus glasfaserverstärktem Kunststoff und eine andere Inneneinrichtung.

Zug der Baureihe 612

Als Neigetechnik kam das gleiche System wie bei der BR 611 zum Einsatz, das man natürlich durch die gewonnene Erfahrung verbessert hat. Auch der Antrieb ist wie bei der Baureihe 611 diesel-hydraulisch ausgeführt und auch eine mehrfachtraktion mehrerer 612er ist möglich.

Einsatz

Die BR 612 erwieß sich als deutlich Zuverlässiger als die Züge der BR 611. Im Jahr 2004 kamen sie sogar als Ersatz für die abgestellten Diesel-ICE zu Fernverkehrsehren zwischen Nürnberg und Dresden. Das Fahrverhalten wurde aber immer wieder bemägelt, die Motoren sind sehr laut und Teile der Inneneinrichtung neigen bei bestimmten Motorfrequenzen zum klappern.

Nach einem Achsanriss wurde die Neigetechnik der BR 612 im Herbst 2004 abgeschaltet.

Acht Züge dürften zunächst mit verkürztem Wartungsintervall wieder mit Neigetechnik eingesetzt werden. Ihr Umlaufplan gab einen Einsatz zwischen Regensburg und Hof vor. Um sie von den anderen Zügen abzugrenzen waren sie mit einem weißen Punkt gekennzeichnet.

Zusätzlich wurden die Züge seit Sommer 2006 beim Herstellerwerk in Hennigsdorf mit neuen Achsen ausgestattet. Inzwischen sind alle wieder bogenschnell unterwegs.

Einsatzstrecken

Die Züge der Baureihe 612 kommen auf dem kompletten Netz der DB als IRE und RE zum Einsatz.

Technische Daten

BezeichnungBaureihe 612
HerstellerAdtranz/Bombardier
Indienststellung1998
Anzahl50
Wagen/Zug2
Sitzplätze148
LüP51,750m
Gewicht116t
Leistung1080KW
Antriebdiesel-hydraulisch
vmax160km/h
Neigetechnik Neicontrol-e

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