Entwicklung des Pendolino

Ende der 1950er Jahre begann FIAT damit, eine hydraulische Neigetechnik zu entwickeln, die Züge schneller durch kurvige Strecken bringen sollte.

1971 konnte FIAT den ersten Prototyp fertigstellen, der bewies, dass die Neigetechnik grundsätzlich funktionsfähig war.

Vier Jahre später stand der Prototyp-Pendolino ETR 401 auf den Schienen. Die Neigetechnik beanspruchte darin noch sehr viel Raum, weil die hydraulikzylinder komplett bis unter das Dach des Fahrzeuges reichten. Aber die italienische Staatsbahn war so begeistert von der Zuverlässigkeit des Zuges, dass sie ihn viele Jahre neben Versuchsfahrten auch im Plandienst einsetzte. Ende der siebziger Jahre wurde der Zug dann allerdings abgestellt und geriet fast in Vergessenheit. 1984 unternahm die FS allerdings erneut Testfahrten und bestellte endlich die ersten Serienzüge der Baureihe ETR 450, die dem ETR 401 sehr ähnlich sind.

Heute verkehren Züge mit der Pendolino-Technologie in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Finnland, Slowenien und Großbritatien. In Kürze werden noch Tschechien und die Slovakei hinzukommen.